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Neue Kreuzbergorgel ist eine wahre „Königin der Instrumente“

Weihbischof Helmut Bauer kommt am Palmsonntag zur Weihe

 Bischofsheim (hf). In die Endphase gehen die Arbeiten an der neuen Orgel am Kreuzberg in der Rhön. Nach knapp zweijähriger Bauzeit wird sie am Palmsonntag in 14 Tagen vom Würzburger Weihbischof Helmut Bauer geweiht. Bereits jetzt vor der Orgeleinweihung kann man die Klänge der neuen Orgel ab und zu bei einem Besuch in der Klosterkirche hören, denn dort findet zur Zeit die Intonation des Instruments durch die Rhöner Orgelbaufirma Hey statt. Die neue Kreuzbergorgel mit ihren  1787 Orgelpfeifen und 27 Registern ist eine wahre „Königin der Instrumente“. Gebaut hat es die Rhöner Orgelbaufirma Hey in Urspringen. Sie ersetzt die 116 Jahre alt Orgel von Franz Hochrhein aus Münnerstadt, die im Oktober 2003 abgebaut wurde. 350.000 Euro kostet die neue Orgel, wozu rund 100.000 Euro an Spenden bislang eingegangen sind.

Thomas Hey

 Quasi auf zwei Baustellen arbeitet die Firma Hey in diesen Tagen vor der Orgeleinweihung. Zum einen in der Werkstatt in Urspringen, zum anderen in der Klosterkirche am Kreuzberg. Denn bevor dort die 1787 Orgelpfeifen eingebaut werden können, müssen sie in der Werkstatt zunächst auf den jeweiligen Ton eingestellt werden. Die Pfeifen sind dabei ein Register eingeteilt, erklärt Firmenchef Herbert Hey. Ihr wird in der Werkstatt quasi das Leben gegeben, sagt der Orgelbauer. Hier wird sie vorintoniert und vorbereitet für den Einbau in die neue Orgel am Kreuzberg. Ganz klar, daß hier ein sehr gutes Gehör des Orgelbauers notwendig ist. Es ist ein kleines Zungenblatt aus Messing, das quasi schwebt und den Ton im Schallbecher erzeugt. Eine besondere Aufgabe, die Christian Hey übernommen hat, wobei er auf der Tastatur des Prüfinstruments den Ton anschlägt und dann die Pfeife an einem nur wenige Millimeter dickem Stab einstellt.

Thomas Rockenzahn

 Durch Verkürzen des Zungenblattes wird der Ton höher und durch Verlängern tiefer, erklärt  Christian Hey. In der Werkstatt wird der Ton auf die Kammertonhöhe von 440 Hertz eingestellt. Eine nicht ganz einfache Arbeit, die auch oft viel Geduld erfordert. Einen Raum weiter ist Thomas  Hey damit beschäftigt diese intonierten Pfeifen auf ein Holzgestell, den sogenannten Stöcken, zu montieren, bevor sie zum Kreuzberg gefahren und dort in die Orgel eingebaut werden.  Und genau da beginnt die Feinarbeit von Erhard Hey, der in der Orgel zwischen mehreren hundert Pfeifen zu finden ist und dort jede Pfeife nocheinmal in die Hand nimmt, prüft und dann einsetzt..


 Etwas das etwa ein viertel Jahr am Kreuzberg in Anspruch nimmt. Die einzelnen Orgelpfeifen werden dem Raum entsprechend bearbeitet auf Klangintensität, Klangcharakter und Klangfülle. Der gehörte Ton wird dann ins mechanische umgesetzt. Etwas,  daß nicht immer auf Anhieb klappt, erklärt Erhard Hey und zeigt anhand einer großen Orgelpfeife wie das vor sich geht. Auf vieles hat der Orgelbauer dabei zu achten Kern, Kernspalte und auch die Stimmvorrichtung wird entsprechend eingestellt, bis alles korrekt ist und der Orgelbauer zufrieden ist. Auch hier ist ein gutes Gehör das A und O. Bitte Ruhe heißt es deshalb auf einem Schild am Eingang der Kirche und diese Ruhe ist für den Orgelbaumeister auch ganz wichtig.

 Intonation nennt sich dieser Vorgang, bei dem sich der Orgelbauer selbst auch einbringen muß. Dies beginne schon bei der Planung der Orgel, vor allem beim Bau und den Maßen der einzelnen Pfeifen. Ganz wichtig sei es ein Gefühl, für den Raum und das Ganze zu bekommen, sagt Hey. Es sei durchaus auch eine gewisse Spannung dabei, auch wenn er schon des öfteren solche Arbeiten durchgeführt hat. Gerade der Bau der neuen Orgel am Kreuzberg habe viel Freude bereitet, vor allem in diesen Tagen, wenn das Instrument dann Stück für Stück von der Werkstatt in Klosterkirche verlagert wird und dann die Klangfülle entsteht. Das bekommt auch der Besucher mit, der den Kirchenraum betritt und dann schon die ersten Töne der neuen Kreuzbergorgel hört und vielleicht erahnt, welch Klangfülle in dem Instrument steckt.

 Einer, der des öfteren in den Kirchenraum kommt und dann ganz still wird ist Bruder Johannes Matthias. Für ihn geht mit der neuen Kreuzbergorgel ein großer Wunsch in Erfüllung, denn immer wieder hat er den Bau mitverfolgt. Faszinierend bezeichnet Johannes Matthias die Klänge, die die Orgelbauer dem neuen Instrument entlocken. Welten seien zwischen der alten und der neuen Orgel. Als Herbert Hey dann ein größeres Musikstück einspielt gibt der Franziskanerbruder unumwunden zu, daß es ihm da „eiskalt den Buckel runterläuft“ und man sich quasi einen großen Einzug vorstellen kann aber auch erkennt, wie ein Instrument den Gläubigen auf Gott hinführen kann. „Soli Deo Gloria“ steht wohl auch deshalb auf der Orgel geschrieben. Schließlich soll sie zur größeren Ehre Gottes und zur Freude der Menschen erklingen.

 Das bestätigt auch Orgelbauer Herbert Hey, für den die Kreuzbergorgel ein großer Auftrag war und die auch einige Besonderheiten aufweist. Auch er verweist auf das Orgelwerk, daß sehr grundtonig und warm klingt und leicht dem süddeutschen Spätbarock ähnelt. Wenn am Palmsonntag dann das Werk in seiner ganzen Klangfülle zum ersten Mal zu hören ist, wird jedem klar sein, daß die neue Orgel am Kreuzberg ein Meisterwerk der Orgelbaufirma Hey aus Urspringen ist, daß keine Wünsche offen lässt. Weihbischof Helmut Bauer aus Würzburg wird am Sonntag, 20.März um 15 Uhr einen feierlichen Pontifikalvespergottesdienst halten und dabei die neue Orgel weihen. Danach ist ein Empfang für geladene Gäste vorgesehen und um 18 Uhr ein Orgelkonzert mit Regionalkantor Peter Rottmann. Der übrigens stuft das neue Instrument bereits jetzt als „hervorragend und klasse“ ein.

vor der Orgeleinweihung
Haben gut lachen: Bruder Johannes Matthias und Orgelbaumeister Herbert Hey an der neuen Kreuzbergorgel in der Klosterkirche am Kreuzberg. Nach knapp zweijähriger Bauzeit ist die neue „Königin der Instrumente“ fertig. Foto: Friedrich


 

 


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